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/// Jugendbeteiligung ist eine Lebensversicherung für die Demokratie



Die BKJ begrüßt die ressortübergreifende Ausrichtung der neuen Jugendstrategie der Bundesregierung. Denn Demokratie braucht die Mitsprache von Kindern und Jugendlichen auf allen Ebenen.

Forum zum Thema „Freiräume“ im Rahmen der Konferenz „Politik für, mit und von Jugend“, gestaltet von der BKJ zusammen mit Jugendlichen von der Stadtteilschule Winterhude aus Hamburg. Foto: Andi Weiland | Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ


Jugendstrategie gemeinsam entwickeln

Franziska Giffey bei Ihrer Ansprache am 24. September 2018. Foto: Andi Weiland | Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJBundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat auf der Konferenz „Politik für, mit und von Jugend“ im September die neue Jugendstrategie der Bundesregierung vorgestellt. Der Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode sieht vor, eine gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung unter Beteiligung von Jugend und Zivilgesellschaft zu entwickeln und umzusetzen. Sie soll zum Ziel haben, junge Menschen an allen Entscheidungen zu beteiligen, die sie betreffen. Die Bundesjugendministerin sieht hier alle Ressorts in der Verantwortung: „Wir wollen, dass sich das gesamte Kabinett verbindlich zur Verantwortung für die Jugend bekennt“, betonte sie in einer Ansprache.

BKJ begrüßt ressortübergreifenden Ansatz

Die BKJ begrüßt diesen Ansatz und hofft, dass es damit gelingen wird, mit der Umsetzung der Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen endlich ernst zu machen. Der Vorsitzende der BKJ, Prof Dr. Gerd Taube, erklärt: „Wir dürfen nicht bis morgen warten, wir müssen jetzt anfangen, Kinder- und Jugendrechte umzusetzen. Denn die umfassende und ernstgemeinte Partizipation junger Menschen auf allen Ebenen, in Einrichtungen und Kommunen, Ländern, Bund sowie auf europäischer Ebene ist ein unentbehrlicher Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft. Deshalb ist die Frage nach der Realisierung des Rechtes auf Partizipation eine zentrale gesellschaftspolitische Frage, zu der die zivilgesellschaftlichen Akteure der Kulturellen Bildung ihren Beitrag leisten werden.“

Mitwirkung stärkt Vertrauen in Demokratie

Das Praxisfeld der kulturellen Kinder und Jugendbildung mit seinen zivilgesellschaftlich organisierten Strukturen und Orten übernimmt Verantwortung dafür, jungen Menschen die Erfahrung zu ermöglichen, dass das eigene Dazutun etwas bewirken und einen Unterschied ausmachen kann. Nach Ansicht der Akteure der Kulturellen Bildung bedeutet Jugendgerechtigkeit, dass junge Menschen im Hier und Jetzt gehört werden – und nicht erst irgendwann in der Zukunft. Positive Erfahrungen aktiver Mitgestaltung können das Vertrauen in die Demokratie nachhaltig fördern. Die Partizipation junger Menschen in allen Lebensbereichen und auf allen politischen Ebenen ist deshalb die beste Lebensversicherung für die Demokratie. Dafür gilt es, die Strukturen der Jugendarbeit und ihre zivilgesellschaftlichen Orte zu stärken.

Wie dringend die demokratische Gesellschaft der Stärkung und der Verteidigung durch jede*n Einzelnen*n bedarf, hat die BKJ mit dem Appell „Demokratie in Not – Aufruf zum Innehalten“ zum Ausdruck gebracht.

BKJ gestaltet Forum zum Thema „Freiraum“ und diskutiert Anforderungen an eine jugendorientierte Ganztagsbildung

Die BKJ war als Gestaltungspartner an der Veranstaltung „Politik für, mit und von Jugend – Konferenz zur bundespolitischen Jugendstrategie“ beteiligt, die das Bundesjugendministerium und die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ der AGJ gemeinsam ausrichteten. In einem Forum mit dem Titel „Kein Luxusproblem – Mehr Freiräume für alle schaffen!“ ludt sie gemeinsam mit Doan Dzevdet, Gianna Semmelhaak und Hettie Sengbusch von der Stadtteilschule Winterhude und den Kulturagenten Matthias Vogel und Matthias Anton zu einer experimentellen Auseinandersetzung mit der Frage ein, warum Freiräume für junge Menschen so wichtig sind, unter welchen Bedingungen Freiräume entstehen und wie sie politisch ermöglicht werden können – und müssen. Diskutiert wurde das Thema mit Expert*innen aus den Bereichen Kulturelle Bildung, Sport und Offene Kinder- und Jugendarbeit.

In einem weiteren Forum, mit dem Titel „Selbstbestimmt lernen – Anforderungen an eine jugendorientierte Ganztagsbildung“ brachte die BKJ die Perspektive der außerschulischen Akteure kultureller Kinder- und Jugendbildung ein. Im Zentrum stand die Frage, wie Ganztagsbildung weiter entwickelt werden muss, damit sie den Anforderungen des Aufwachsens und den Bedürfnissen junger Menschen besser gerecht werden kann.

Weitere Informationen

Demokratie in Not – Aufruf zum Innehalten (BKJ)

Presseinformation der BKJ „Jugendbeteiligung ist eine Lebensversicherung für die Demokratie”, 25.09.2018

Presseinformation des Bundesjugendministeriums vom 24.09.2018 „Jugendstrategie gemeinsam entwickeln”

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